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Sommertage in Haselbach



Kurzer geschichtlicher Überblick von Haselbach

Das Dorf Haselbach liegt mit seinen ca. 1600 Einwohnern ungefähr 15 km nördlich von Passau,
Nähe Ruderting an der B85. Haselbach bildet seit 1972 einen Gemeindeverbund mit Tiefenbach
und Kirchberg v. W mit ca. 6800 Einwohnern.

Am Zusammenfluss des Rudertinger Bächels mit dem Haselbach entstand das Schloss Haselbach, um das Schloss herum dann der Ort. Im Jahr 1827 wird in den ersten Karten Haselbach vermessen.
Aufzeichnungen zeugen schon 1690 von Haselbach, damals Unterhaselbach genannt. Im Gegensatz zu Oberhaselbach. Das Gebiet von Hals bis nach Haselbach gehörte früher dem Grafen von Hals und nicht dem Bischof von Passau und daher auch der Name Hofmark in Haselbach. Die berühmten Grenzsteine „ König" und „Kaiser" – König, der kleinere, bischöfliche Stein - Kaiser, der größere, kurfürstliche Stein - stehen im Lohwald. Dort trafen dann die drei Territorien – Hofmark Haselbach, Kurfürstentum Bayern und Hochstift Passau zusammen.
Eine ordentliche Gemeindeführung ist aus dem Jahre 1871 mit Bürgermeister Joseph Neukirchinger erstmals erwähnt und endet im Jahre 1971 mit Bürgermeister Gustav Kapaun. Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich am 1. Januar 1972 die Gemeinden Haselbach und Tiefenbach zusammen.
Das Schloss Haselbach dürfte seinen Ursprung im 9. o. 10. Jahrhundert haben und diente auch als Schutz vor den Ungarn und marodierenden Horden.

Im Jahr 1624 erhielt das Schloss das Braurecht, ein Recht, das nur mit besonderer Erlaubnis des Landesherrn ausgeübt werden konnte. So heißt es dann auch in alten Schriften: „ Das Recht, das ganze Jahr über aus Gerstenmalz auf der oberen und unteren Gür zu brauen, wurde allergnädigts konzessioniert.

In Haselbach befindet sich ein Kindergarten und eine Grundschule.

Den kirchlichen Mittelpunkt bildet die moderne „Christkönigskirche". Am 11. Februar 1962 wurde der Kirchenbauverein Haselbach gegründet. Im Juli 1969 konnte mit den Bautätigkeiten begonnen werden und bereits ein gutes Jahr später, genau am Sonntag den 8. November 1970 fand die Einweihung der Kirche statt.

Die Gründungsversammlung des Gartenbauvereins fand am 22. Januar 1955 im Gasthaus Sterner in Ranzig statt. Nähere Angaben sind in der Kopfzeile unter „Chronik" wiedergegeben.

Der Verein zählt z. Zt. ( Mai 2015 ): 234 Mitglieder. Im Februar 2014 wurde mit weiterhin großem Erfolg die Jungengruppe „ Jungfüchse „ gegründet.

Aus früheren Jahren liegen 2 Urkunden vor:

für herausragende Leistungen in der Landespflege

Ehrenurkunde von 1970 für den Ortsteil Ranzig

Durch die 2 mal im Jahr wiederkehrende Blumen - Bepflanzung in der Ortsmitte, Blumenschmuck übers ganze Jahr in der Kirche, Abhaltung von Bastelkursen, jährliche Aufstellung eines Kirta Standls, Teilnahme am Weihnachtsmarkt „Sternenzauber" mit selbst gebastelten Waren ist der Gartenbauverein ein recht rühriger Verein. Auch Wanderungen, Info Fahrten zu Gartenschauen, Ausstellungen bzw. interessante Städtereisen stehen auf dem Jahresprogramm.
Für den gemütlichen und geselligen Teil wird das Kaffeekränzchen, der Gartlerstammtisch und die jährliche Weihnachtsfeier sehr gut angenommen.
Der Verein beteiligt sich auch finanziell an gemeinnützigen Objekten.



Textauszüge:
Buch: Heimat zwischen Ilz und Donau - Edition Töpfl Verlag, 94113 Tiefenbach